Konrad Paul Liessmann und "Die Praxis der Unbildung"

13. WORTFESTIVAL IN LIPPSTADT

Lippstadt. Nicht nur in Zeiten eines Wahlkampfes erscheint in der Politik gehäuft die Forderung nach "Bildung". Was man darunter verstehen will, wird kaum erklärt. Vielmehr ruft man lieber gleich nach Reform des Ungeklärten. Unkritische, sich modern gebende Vorstellungen dazu verstecken sich heute flächendeckend hinter dem Begriff des Erwerbs von "Kompetenzen", wobei auch dieser Begriff schon wieder als oberflächlich inhaltsarm umstritten ist.

Einer der heute führenden Bildungstheoretiker ist Konrad Paul Liessmann, Professor am Institut für Philosophie der Universität Wien. Sein Bestseller "Geisterstunde - Die Praxis der Unbildung" sorgte für Aufregung , weil er Fragen stellte, die sogenannte Bildungsbeschäftigte mit der Digitalisierung von Lernvorgängen zumindest in Schulen für bewältigt hielten. Dass im letzten Jahr in Australien die für 2,4 Milliarden angeschafften Laptops in den Schulen wegen mangelnder Lernwirkung wieder eingesammelt wurden, diese Erfahrung hat sich in Deutschland wegen der doch vorhandenen Geldmengen für "Bildung" noch nicht herumgesprochen. Die Frage der "Bildung" aber stellt sich jedem, ist alters- wie berufsunabhängig, betrifft jeden Lernenden wie Lehrenden.

Konrad Paul Liessmann verspricht beim 13. Lippstädter Wortfestival einen anregenden, festgefahrene Vorstellungen aufbrechenden Abend.

 

Termin: Donnerstag, 5. Oktober 2017, 20 Uhr

 

Preise: 16,- ¤ / ermäßigt: 8,- ¤

 

Ort: Stadttheater Lippstadt

 

Veranstalter: Kunst- und Vortragsring Lippstadt

 

Kartenverkauf: Kulturinformation Lippstadt im Rathaus, Lange Str. 14, 59555 Lippstadt, Tel. (0 29 41) 5 85 11, post@kulturinfo-lippstadt.de, Mo - Fr 10 - 18 Uhr, Sa 10 - 14 Uhr

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